Mensch ist Mensch!!!!!!!!

Es ist eine Sen­sa­tion und sie wird über­all in den Medi­en gefeiert: Demokratin Sarah McBride ist die erste Trans­gen­der-Poli­tik­erin im US-Sen­at. Doch warum ist das eine Sen­sa­tion? Warum zie­len alle Schlagzeilen auf ihr Trans­gen­der­da­sein und nicht auf ihre poli­tis­che Fähigkeiten?
Mit­tler­weile sind wir doch im Jahr 2020 und immer noch müssen sich Men­schen für das, was und wie sie sind, recht­fer­ti­gen. Jed­er Men­sch hat das Recht, so zu leben wie er möchte. Denn Men­sch ist Men­sch, egal welche Reli­gion, Haut­farbe oder Sex­u­al­ität. Wenn jemand sich in seinem Kör­p­er nicht wohl fühlt, darf er sich so verän­dern, wie er das möchte. Darüber möchte ich heute mit euch sprechen.

Trans­gen­der – was bedeutet das überhaupt?
Trans­gen­der bedeutet, dass wenn man sich in seinem Geschlecht nicht wohl fühlt und man es beziehungsweise seinen Leben­sziel ändert, also von weib­lich zu männlich oder eben umgekehrt. Es sind also Per­so­n­en, die sich nicht – oder nicht nur – mit dem Geschlecht iden­ti­fizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Ich per­sön­lich kann es nicht nachvol­lziehen, wenn Men­schen die Lebensweisen ander­er nicht akzep­tieren und was dage­gen haben. Es ist in unser­er Gesellschaft nicht ein­fach. Man braucht viel Selb­st­be­wusst­sein und Stärke. Ich bewun­dere Men­schen, die es sich trauen, so einen Schritt zu gehen und offen zu dem ste­hen, was sie sind und leben, wie sie möcht­en. DIESE Men­schen sind wirk­lich stark und machen etwas, das bewun­dern­swert ist. Aber lei­der gibt es viele, die dieses nicht akzep­tieren, da frage ich mich ein­fach WIESO?
Man muss nicht jeden mögen, das ist klar, aber jeman­den auf­grund dessen zu verurteilen, ist ein­fach nicht richtig, denn es sagt nichts über den Charak­ter ein­er Per­son aus. Deshalb mein Appell: Man sollte jeden so akzep­tieren, wie er ist – es ist sein Leben, denn was heißt schon „nor­mal” in dieser Welt?!

Ich sel­ber habe einen Trans­gen­der in meinem Fre­un­deskreis und habe ihm ein paar Fra­gen gestellt:

  1. War es schw­er, sich so zu verändern?
    Was heißt sich zu verän­dern? Ich bin in meinem Kopf ein Junge, nur im falschen Kör­p­er. Aber wir gehen mal davon aus, dass die Frage äußer­lich gemeint ist. Ja, es war sehr schw­er, da meine Eltern mich nicht akzep­tieren und nicht ver­ste­hen kön­nen, wie das ist. Deshalb war es sehr schw­er, meinen eige­nen Weg zu gehen. Es war auch sehr schw­er, meine Haare abzuschnei­den, aber ich habe es aus meinem eige­nen Willen gemacht.
  2. Hat­test du danach Prob­leme weil irgend­je­mand, das nicht akzep­tieren wollte, wie du jet­zt bist?
    Ja, psy­chis­che Prob­leme. Es hat mich sehr mitgenommen!
  3. Wieso kamst du sel­ber mit dir als Mäd­chen nicht klar?
    Ich bin kein Mädchen!!!!
  4. Wie kam deine Fam­i­lie mit­tler­weile damit klar?
    Meine große Schwest­er kommt damit klar, weil wir uns sehr viel aus­ge­tauscht haben zu diesem The­ma. Meine andere Schwest­er, die auch älter als ich ist, ver­sucht es erst gar nicht zu verstehen.
    Mein klein­er Brud­er ver­ste­ht es so langsam auch.
    Meine Eltern nicht.….
  5. Willst du sel­ber den Men­schen, die dich nicht akzep­tieren, etwas mit auf den Weg geben?
    Ich wün­sche ihnen alles Gute und ich hoffe, sie wer­den irgend­wann ver­ste­hen, wie das für mich ist, schikaniert zu wer­den und ich hoffe für sie, dass sie sich ändern und ihre Fehler ein­se­hen und und ihre Intol­er­anz bereuen.Dankeschön für deinen offe­nen Worte! Ich wün­sche dir das Allerbeste auf der ganzen Welt und hoffe, dass dich bald alle voll und ganz akzep­tieren, ich hab dich lieb.

Bitte vergesst nie, was ihr Men­schen antut, wenn ihr schlecht mit ihnen umge­ht. Ich hoffe auch, ihr ver­ste­ht jet­zt, wie es jeman­dem geht, der gehänselt und schikaniert wird. Er ist ein wirk­lich toller Men­sch und hat einen Charak­ter aus Gold. Also bitte verurteilt Leute nicht wegen ihrem Lebensstil! Seid tolerant!

Text: Melis­sa Belsch, 9a
Beitrags­bild: Pixabay

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