Erinnerungen meiner Oma aus der DDR-Zeit

Hallo, liebe IGEL-Leser*in, hier schreibt Laura, Eure Schülerprecherin. 😉


In Musik singen und behandeln wir zurzeit politische Lieder. Wir begannen das Thema mit „Wind of Change“ (Scorpions) und „Leningrad“ (Billy Joel) an, Songs, die in der Zeit des Kalten Krieges bzw. dessen Ende entstanden und die politische Situation von vor gut 30 Jahren darstellen. Beide Lieder spiegeln die Situation sowohl historisch als auch emotional. Das brachte mich auf die Idee, meine Oma, die in der DDR lebte, über ihr Leben in der DDR zu befragen und mir von ihrem ganz persönlichen Erleben des Mauerfalls am 09.11..1989 erzählen zu lassen.

Hier kommt ihr Bericht:

Omas ganzer Stolz – ihr Trabi
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Gefangenschaft in Avignon 1918

Willy Stecker als 18jähriger „frisch gebackener“ Soldat in einfacher Uniform

Liebe IGEL-Leser*innen, hier kommt bereits der zweite Zeitzeugenbericht aus der Familie unserer Musik- und DS-Lehrerin Frau Stecker, diesmal ist es ein Feldpostbrief ihres Großvaters Willy aus Frankreich bei Avignon, den sie leider nie kennenlernte, da er ein paar Wochen vor ihrer Geburt 1968 verstarb. Beide Weltkriege aber überlebte er zum Glück.

Feldpost Nr. 16743 von Willy Stecker
an seine Eltern,
Horn in Lippe,
Nordstraße 7,
Frankreich, den 15. September 1918

Liebe Eltern!
Ich bin gesund und munter, welches ich auch von Euch hoffe.
In zwei Tagen wird es nun schon ein Jahr, dass ich Soldat bin,
wie die Zeit doch so schnell vergeht.

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Wie ich das Kriegsende 1945 in Horn erlebte

Frau Stecker hatte die Idee, den IGEL um eine Zeitzeugen-Rubrik zu erweitern. Sie berichtete selbst über die Stolperstein-Verlegung vor ihrem Nachbarhaus im November 2016. „Fragt doch mal Eure Eltern oder Großeltern, wo sie am Tag 9-11 waren, wie sie den Fall der Mauer 1989 erlebt haben oder lasst sie von anderen Geschichten berichten, die sich im Nachhinein als geschichtsträchtig in die Historie eingebrannt haben.“
Sie selbst brachte gleich drei Zeitzeugnisse mit: der hier abgedruckte Bericht ihres Vaters Helmut Stecker, heute 87 Jahre alt, einen bald folgenden Feldpostbrief ihres Opas aus dem ersten Weltkrieg und den Entlassschein ihres Urgroßvaters aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 mit einem sehr interessanten überlieferten Familiengeheimnis (Veröffentlichung folgt).

Helmut Stecker (damals 13 Jahre) berichtet:

Zirka drei Wochen, bevor die Amerikaner Horn einnahmen, mussten sich alle Jungen, die 15 Jahre alt waren, melden. Sie sollten von Soldaten in Fußmärschen hinter die Weser geführt werden, um nicht den Amerikanern in die Hände zu fallen. Unser Lehrling Wilfried Schlüter und andere verschwanden im Wald vor Barntrup und schlichen sich abseits der Straßen wieder nach Hause und versteckten sich.

Helmut Stecker 1943 in Uniform der Hitler-Jugend vor dem elterlichen Laden (Polsterei und Sattlerei) im Spielmannszug der HJ
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