Nature One – we call it home

Natu­re One ist eines der größ­ten Fes­ti­vals elek­tro­ni­scher Musik in Euro­pa und fin­det immer am ers­ten August­wo­chen­en­de auf der ehe­ma­li­gen Rake­ten­ba­sis Pyd­na im Huns­rück statt. Auf dem Fes­ti­val­ge­län­de gibt es  jedes Jahr Frei­tag- und Sams­tag­nacht vie­le Events mit inter­na­tio­nal bekann­ten DJs.

Vom 4. August bis zum 6. August 2017 war es auch für mich end­lich wie­der soweit! Nach einem Jahr War­ten konn­te ich mich mit ein paar Freun­den wie­der auf den Weg nach Kas­tellaun zur Rake­ten­ba­sis machen. Dort ange­kom­men war erst­mal ein rie­si­ger Stau. Als die­ser nach gefühl­ten fünf Stun­den über­wun­den war, haben wir uns die bes­ten Zelt­plät­ze auf dem Cham­ping­platz gesi­chert. Neben gro­ßen Plansch­be­cken und der ein oder ande­ren Musik­box mit Tanz­flä­che haben wir unse­re Zel­te auf­ge­schla­gen und unse­re Ein­horn­flag­ge gehisst. Nach­dem wir ange­sto­ßen haben auf das Wochen­de (natür­lich alko­hol­frei, Frau Ste­cker! 🙂 ), haben wir uns mit Wege­bier auf die Socken Rich­tung Fes­ti­val gemacht.

Das Fes­ti­val­ge­län­de ist eine ehe­ma­li­ge Rake­ten­ba­sis, die seit 2005 haupt­säch­lich vom angren­zen­den Stand­ort der Bun­des­wehr genutzt wird, aber für Natu­re jedes Jahr geräumt wird. Die ers­te Natu­re One fand 1995 noch auf dem Flug­ha­fens Frank­furt-Hahn statt. Im Jahr danach wur­de Natu­re auf das Gelän­de der ehe­ma­li­gen Rake­ten­ba­sis Pyd­na umquar­tiert. Dort durf­te es dann auch mal end­lich blei­ben. Seit 20 Jah­ren darf man sein Zelt mit­brin­gen und da pennen.

Das Ange­bot mit dem Pen­nen nah­men mei­ne Freun­den und ich natür­lich  ger­ne an, so wie die meis­ten der ande­ren 56.000 Besu­cher auch!!!

Höhen und Tie­fen von Nature 🙁 😉 
Tra­gi­scher­wei­se ver­starb die­ses Jahr ein 19jähriger Mann in der Nacht zum Sonn­tag. Er erlag, ent­ge­gen den Gerüch­ten einer Über­do­sis, sei­nen schwer­wie­gen­den Vor­er­kran­kun­gen. Ein Not­arzt konn­te ihn trau­ri­ger­wei­se nicht mehr retten.
Eine Über­ra­schung für alle, angeb­lich auch für die Natu­re One Besu­che­rin selbst, dass das ers­te Natu­re One Baby direkt auf dem Fes­ti­val gebo­ren wur­de. Die jun­ge Frau wuss­te offen­bar nicht, dass sie schwan­ger war und hat ihr Kind allei­ne zur Welt gebracht. Im Kran­ken­haus wur­de bestä­tigt: bei­den gehts super. Das Kind hat den Natu­re Bonus ab 16 Jah­ren, lebens­lan­gen frei­en Eintritt.

So, jetzt aber zurück zu mei­nem Weg aufs Fes­ti­val­ge­län­de (natür­lich mit mei­nem ALKOHOLFREIEM Wege­bier, Frau Ste­cker). Auf dem Gelän­de ange­kom­men sind wir zum Open Air Floor gegan­gen. Dort wird kom­mer­zi­el­le Tanz­mu­sik auf­ge­legt. Danach sind wir in den  Cen­tu­ry Cir­cus gewech­selt, dem größ­ten über­dach­ten Bereich gegan­gen wo Tech­no läuft. Im Cen­tu­ry Cir­cus ist der Bass am stärks­ten. Im House of House wird – schwer zu glau­ben – House gespielt. Und im Clas­sic Ter­mi­nal tre­ten ver­schie­de­ne DJs auf, die schon lan­ge bekannt sind in die­ser Sze­ne z.B. Felix Krö­cher oder Sven Väth. In der Nacht von Sams­tag auf den Sonn­tag fin­det um ein Uhr mor­gens ein Feu­er­werk statt, das durch die Fes­ti­val­hym­ne LINK!!! auf der Außen­tanz­flä­che des Open Air Floo­rs beglei­tet wird.

Das war unse­re Beschäf­ti­gung am Wochen­en­de. Sonn­tags haben wir uns alle gefragt, was eigent­lich schla­fen ist, wie sich ein war­mes Bett anfühlt und wie es damals war, als man in einer war­men Dusche stand. Nach­dem wir dar­über phi­lo­so­phiert haben mit unse­rem letz­ten Bier in der Hand, haben wir ange­fan­gen, die Ein­horn­flag­ge wie­der ein­zu­rol­len und unse­re Sachen wie­der ins Auto zu schmei­ßen. Mit­tags sind wir dann schwe­ren Her­zens wie­der nach Hau­se gefah­ren. Aber nächs­tes Jahr wird auf jeden Fall wie­der die Ein­horn­flag­ge ins Auto geschmis­sen und dann heißt es wie­der Natu­re, wir kommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aber noch ein paar Tipps für Nature-Neulinge:
– Ver­gesst es, Duschen wird total über­be­wer­tet, kauft genug Tro­ckens­ham­poo und Deo, das muss reichen!
– Nach fast einer Woche Dosen­ra­vio­li hat man sich einen Ekel an Ravio­li gegessen.
– Wenn ihr ger­ne schlaft, seid ihr auf Natu­re abso­lut falsch!!! Die Zeit, die ihr da seid, ist Durch­ma­chen angesagt!!!!
– Der Alko­hol muss natür­lich IMMER alko­hol­frei sein, nicht!!!! 🙂

Autorin: Anne Schmitz
Bil­der: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Nature_One#/media/File:Nature_One_Camping_2004.jpg

 

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