Wie ich das Kriegsende 1945 in Horn erlebte

Frau Steck­er hat­te die Idee, den IGEL um eine Zeitzeu­gen-Rubrik zu erweit­ern. Sie berichtete selb­st über die Stolper­stein-Ver­legung vor ihrem Nach­barhaus im Novem­ber 2016. „Fragt doch mal Eure Eltern oder Großel­tern, wo sie am Tag 9–11 waren, wie sie den Fall der Mauer 1989 erlebt haben oder lasst sie von anderen Geschicht­en bericht­en, die sich im Nach­hinein als geschicht­strächtig in die His­to­rie einge­bran­nt haben.„
Sie selb­st brachte gle­ich drei Zeitzeug­nisse mit: der hier abge­druck­te Bericht ihres Vaters Hel­mut Steck­er, heute 87 Jahre alt, einen bald fol­gen­den Feld­post­brief ihres Opas aus dem ersten Weltkrieg und den Ent­lasss­chein ihres Urgroß­vaters aus dem deutsch-franzö­sis­chen Krieg 1870/71 mit einem sehr inter­es­san­ten über­liefer­ten Fam­i­lienge­heim­nis (Veröf­fentlichung fol­gt).

Hel­mut Steck­er (damals 13 Jahre) berichtet:

Zir­ka drei Wochen, bevor die Amerikan­er Horn ein­nah­men, mussten sich alle Jun­gen, die 15 Jahre alt waren, melden. Sie soll­ten von Sol­dat­en in Fußmärschen hin­ter die Weser geführt wer­den, um nicht den Amerikan­ern in die Hände zu fall­en. Unser Lehrling Wil­fried Schlüter und andere ver­schwan­den im Wald vor Barn­trup und schlichen sich abseits der Straßen wieder nach Hause und ver­steck­ten sich.

Hel­mut Steck­er 1943 in Uni­form der Hitler-Jugend vor dem elter­lichen Laden (Pol­sterei und Sat­tlerei) im Spiel­mannszug der HJ
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