Gegen das Vergessen: Tagesausflug nach Verdun der Klassen 10a & 10b

Am Dienstag, 15.10.19 ging es für die Klassen 10a und 10b um 8Uhr los nach Verdun. Nach einer dreistündigen Busfahrt erreichten wir Verdun . Vor Ort trafen wir uns mit unserem Exkursionsleiter, der uns über den Tagesablauf informierte. Nach einer kurzen Pause ging es zuerst zum Fort Douaumont.

In diesem Beinhaus befinden sich über 130.000 Gebeine von französischen und deutschen Soldaten, die nach der Schlacht von Verdun nicht identifiziert werden konnten. Vor dem Gebeinhaus blickt man auf einen großen Friedhof mit weißen Kreuzen, auf denen die Namen der nach dem Krieg identifizierten gefallen Soldaten stehen. Die gefallenen muslimischen Soldaten haben eine eigene Ruhestätte. Der Satz „Lasst uns niemals dieses Grauen vergessen!“ steht groß an der Eingangsdecke des Beinhauses, deshalb ist es eine Gedenkstätte für alle gefallenen Soldaten der Schlacht.

Anschließend ging es ins Museum „Memorial de Verdun„, wo wir eine Stunde lang in Eigenregie das Museum erkunden konnten. Im Museum konnte wir viele Einblicke in das Leben der Soldaten bekommen. Diese konnte man beispielsweise mit Hörbeispielen oder interessanten persönlichen Briefen der Soldaten bekommen.

Als Nächstes führen wir zu einem großen Bunker, wo wir eine eineinhalbstündige Führung mit dem Exkursions-Leiter erhielten. In dieser Festung konnten wir unter anderem ein Schlafzimmer, in dem die Soldaten damals untergebracht waren, entdecken. Durch schlimme Lebensbedingungen erlitten viele Soldaten früh unheilbare Krankheiten, an denen sie später im Bunker starben. Alle Deutschen, die in diesem Bunker bei einem großen Brand verstarben, wurden hinter einer Mauer vergraben, die mit der Aufschrift „den toten Kameraden“ versehen ist.

Zum Abschluss besuchten wir das zerstörten Dorf Fleury. Dort sahen wir die Kapelle und darum herum das alte zerstörte Dorf, von dem heutzutage nichts mehr zu sehen ist. Auf Grenzsteinen stehen aber Hinweise, welche Gebäude vor dem Krieg dort standen.  In dieser Gegend stehen nun riesige Bäume, die Deutschland als Reparationszahlung als Setzlinge an Frankreich lieferte.

Gegen 16 Uhr traten wir dann nach einem schönen und erlebnisreichen Tag gemeinsam die Heimreise an. Die Exkursion nach Verdun war sehr interessant, da wir das Gelernte aus dem Geschichtsunterricht hautnah miterleben durften.

Text und Bilder: Regina Najberger, Anna-Lena Wagner und Lina Raskopp, 10a

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