Das Wandalbertgebäude erzählt Geschichten – eine Zeitzeugin berichtet

Erstes 10. Schul­jahr Hauptschule Prüm 1974/75. Win­fried Euen, Lehrer der Hauptschule Prüm, war Klassen­lehrer. Find­et ihr unsere Inter­view­part­ner­in Frau Nick­els auf dem Foto?

Näch­stes Jahr soll es soweit sein. Wir ziehen als Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm in das Wan­dal­bert­ge­bäude um. Derzeit wird es mod­ernisiert, ren­oviert und mit hof­fentlich fähigem W‑Lan aus­ges­tat­tet. Über den Bau­fortschritt hal­ten wir euch in diesem Artikel, der immer wieder aktu­al­isiert wird, auf dem neusten Stand:
http://igel.klrplus.de/unser-neues-schulgebaeude-ist-in-der-mache-fotos-und-hintergrundinformationen/

Auf diesen Artikel ist Anne­mie Nick­els aus Prüm aufmerk­sam gewor­den. Sie war selb­st Schü­lerin der ehe­ma­li­gen Wan­dal­berthauptschule, die in unserem zukün­fti­gen Gebäude unterge­bracht war. Wir haben uns für euch mit Frau Anne­mie Nick­els getrof­fen. Sie hat uns einige Geschicht­en von dem alten Hauptschul­ge­bäude erzählt. Diese stam­men aus dem Jahr 1974. Wir haben uns in einem Inter­view mit ihr unter­hal­ten, sie hat uns erzählt, wie ihre Schulzeit war. Zusam­men sahen wir uns noch ein paar alte Bilder aus der Schulzeit von Frau Nick­els an.

Das erste Klassen­tr­e­f­fen fand 1995 statt. Es fol­gten weit­ere 2005, 2012 und 2015.

Außer­dem hat sie uns einige Ereignisse aus ihrer Schulzeit erzählt:

Anne­mie ist 61 und an MS erkrankt. 1966 wurde sie in die Volkss­chule Rom­mer­sheim eingeschult. Kinder aus Gies­dorf und Ell­w­erath gin­gen auch in diese Schule, sie kamen teils zu Fuß und später brachte sie ein Klein­bus. Im 4. Schul­jahr kon­nte man in eine weit­er­führende Schule nach Prüm wech­seln. Es gab 2 Klassen­räume und 2 Lehrer. 1.–4. Schul­jahr und 5.–8. Schul­jahr. Als das 9. Schul­jahr einge­führt wurde fuhren diese Schüler schon nach Prüm.

1972 war es dann für alle soweit: Die Volkss­chule Rom­mer­sheim wurde geschlossen. Ab diesem Zeit­punkt MUSSTEN alle Schüler die Schule ver­lassen und in die Hauptschule, die damals im Zen­trum von Prüm stand, einziehen. In dieser Schule gab es nicht nur viele neue Schüler, son­dern auch neue Fäch­er, wie z.B.: Englisch. Damals kon­nte man dieses Fach hinzu wählen. Das tat Frau Nick­els auch.

Im 8. Schul­jahr 1972 macht­en sie einen Aus­flug nach Bercht­es­gaden. „Wie einige andere Klassen, das war ein beliebter Aus­flug­sort”, ergänzt sie. Unglaublich, oder? Da gab es schon Klassen­fahrten – und damit hat sie uns schon etwas voraus. Denn auf­grund von Coro­na gab es bei uns bish­er noch keine Klassenfahrt.

Es bestand 1974 die Möglichkeit an der Hauptschule das 10. Schul­jahr zu besuchen und damit die Mit­tlere Reife (Realschu­la­b­schluss) zu erre­ichen. Als die Vor­prü­fun­gen waren, bekam sie Nach­hil­fe in Englisch.  Viele Kinder nah­men an dieser Prü­fung teil, doch nur 22 bestanden die Prü­fung. Darunter auch unsere Inter­view­part­ner­in Frau Nick­els. An der Hauptschule gab es viele Fäch­er, die es heutzu­tage nicht mehr so gibt, z.B.: Schrift, Fam­i­lien­hauswe­sen oder Bilden (Gestal­ten, Werken, Text). Es gab AG’s, wie der Schul­chor.   Es kamen auch Kinder vom Gym­na­si­um zurück an die Hauptschule, da sie dacht­en, sie wür­den es am Gym­na­si­um nicht schaffen.

Es gab auch Schüler*innen die den Anspruch des Gym­na­si­ums nicht auf­brin­gen kon­nten und nun mit Hauptschülern den Realschu­la­b­schluss erre­ichen woll­ten. Die Zeug­nisse zeigen, es war kein leicht­es Ziel.

„Ich war also ins­ge­samt 3 Jahre auf der Hauptschule von 1972 bis 1975 und es war eine schöne Zeit”, sagt Frau Nick­els zu uns. „Auch noch nach den vie­len Jahren tre­f­fen sich die Klassen der alten Hauptschule wieder und ver­anstal­ten ein schönes Fest mit alten Kam­er­aden und Fre­un­den.  Auch nach der Schule hat­te ich noch mit eini­gen Lehrern Kon­takt”, so Nickels.

Es war inter­es­sant so viel von der dama­li­gen Hauptschule zu erfahren, da diese auch viele Erin­nerun­gen hin­ter­lässt. Vie­len Dank, liebe Frau Nickels.

Die Lehrerin­nen und Lehrer der Hauptschule Prüm Mitte der 70er-Jahre.

Inter­view und Text: Pia Leif­gen und Lara Ocak, 8a
Fotos pri­vat: Anne­mie Nickels

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