Lisa erzählt: All over

alles dun­kel
als hät­te man die Augen geschlossen
zuerst Stille
dann stum­me Erin­ne­run­gen an ein Leben
fer­ne Geräu­sche (Kin­der­la­chen, Musik, …)
man­che Geräu­sche pas­sen zu den Erin­ne­run­gen, ver­mi­schen sich
wie eine Zeit­leis­te, eine Geschich­te in der gro­ße Stü­cke fehlen
kur­ze Sequenzen
Schein­wer­fer, Geschei, ein lau­ter Knall
Erin­ne­run­gen kurz vor dem Tod
Erin­ne­run­gen an einen Autounfall
wie­der alles dunkel
alles still
nichts Greifbares
scheint kei­nen phy­si­schen Kör­per zu besitzen
oder wie gelähmt
dann wie­der kur­zes auf­ein­an­der fol­gen­des Aufblitzen
der Erin­ne­run­gen und Geräusche
sieht es wie einen kaput­ten Film
nimmt es nicht rich­tig wahr
kann nicht denken
kann nicht realisieren
kann nicht begrei­fen, verstehen
Ver­such sich zu sammeln
Ver­such zu fühlen
Ver­such zu leben
kein Erfolg

Ist und ist doch nicht
Exis­tiert und exis­tiert doch nicht
Lebt und ist doch tot

Text: Lisa Hess, 10a

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