Erinnerungen an die Novembertage 1989 bis zum Mauerfall am 09.11.

Vom 29.10. bis 10.11.1989 hatte ich das aus heutiger Sicht historische Glück ein Betriebspraktikum in der Landesgeschäftsstelle Berlin der Debeka-Krankenversicherung absolvieren zu dürfen.

Weiterhin hatte ich das große Privileg, dass ich im Rahmen dieses Praktikums dem gleichaltrigen Sohn des damaligen Bezirksdirektors zugeordnet wurde, der daraufhin seinen Vater fragte, was er mit mir anstellen solle, worauf der Vater in Kenntnis der politischen Entwicklungen der vorausgegangenen Wochen und in weiser Voraussicht der folgenden Ereignisse seinem Sohn mit Augenzwinkern den Auftrag erteilte, mir die Stadt zu zeigen.

Als Nachweis, dass ich mich damals tatsächlich auch in Ostberlin aufgehalten habe, bin ich Anfang November 1989 mit 24 Jahren auf dem Foto vor dem „Alten Museum“ am Lustgarten beim Berliner Dom zu sehen.
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Erinnerungen meiner Oma aus der DDR-Zeit

Hallo, liebe IGEL-Leser*in, hier schreibt Laura, Eure Schülerprecherin. 😉


In Musik singen und behandeln wir zurzeit politische Lieder. Wir begannen das Thema mit „Wind of Change“ (Scorpions) und „Leningrad“ (Billy Joel) an, Songs, die in der Zeit des Kalten Krieges bzw. dessen Ende entstanden und die politische Situation von vor gut 30 Jahren darstellen. Beide Lieder spiegeln die Situation sowohl historisch als auch emotional. Das brachte mich auf die Idee, meine Oma, die in der DDR lebte, über ihr Leben in der DDR zu befragen und mir von ihrem ganz persönlichen Erleben des Mauerfalls am 09.11..1989 erzählen zu lassen.

Hier kommt ihr Bericht:

Omas ganzer Stolz – ihr Trabi
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Gefangenschaft in Avignon 1918

Willy Stecker als 18jähriger „frisch gebackener“ Soldat in einfacher Uniform

Liebe IGEL-Leser*innen, hier kommt bereits der zweite Zeitzeugenbericht aus der Familie unserer Musik- und DS-Lehrerin Frau Stecker, diesmal ist es ein Feldpostbrief ihres Großvaters Willy aus Frankreich bei Avignon, den sie leider nie kennenlernte, da er ein paar Wochen vor ihrer Geburt 1968 verstarb. Beide Weltkriege aber überlebte er zum Glück.

Feldpost Nr. 16743 von Willy Stecker
an seine Eltern,
Horn in Lippe,
Nordstraße 7,
Frankreich, den 15. September 1918

Liebe Eltern!
Ich bin gesund und munter, welches ich auch von Euch hoffe.
In zwei Tagen wird es nun schon ein Jahr, dass ich Soldat bin,
wie die Zeit doch so schnell vergeht.

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Meine Kindheit im kommunistischen Georgien

1974, Dorf Jinvali (Georgien)

Pirimze Dressler – Stimme aus der Vergangenheit
Dieser Bericht stammt von unserer DaZ-Lehrerin Frau Pirimze Dressler, die in der sowjetischen Kaukasusrepublik Georgien im kommunistischen System groß wurde. Sie wuchs unter so völlig anderen politischen Bedingungen auf, wie Ihr es Euch vielleicht gar nicht vorstellen könnt. Darum ist dieser Bericht für Euch. Begriffe wie Freiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit erhalten so eine ganz andere Bedeutung und sind für Frau Dressler nicht selbstverständlich. Das sollte uns lehren, weiter für diese Werte einzustehen.

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