Erinnerungen an die Novembertage 1989 bis zum Mauerfall am 09.11. (TEIL 4) – ein Zeitzeugenbericht

Heute fol­gt Teil 4 unser­er Zeitzeugen-Serie -
Unser Zeitzeuge Thomas Laux­en berichtet: 

Fol­gende Erin­nerun­gen sind mit diesem Foto verbunden:
Wie schon im 1. Teil (siehe fol­gen­den Link) der Serie zum Jahrestag des Mauer­falls beschrieben,

Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11.

hat­te ich mich in meinem jugendlichen Leichtsinn an diesem Abend sehr nah an die Gren­zschutzan­la­gen rund um das Bran­den­burg­er Tor von Ost­ber­lin­er Seite aus herangewagt, um die Gren­ze mit dem Todesstreifen ille­gal zu fotografieren. Das Bizarre auf diesem Foto sind die vier abge­bilde­ten NVA-Sol­dat­en der DDR-Gren­ztrup­pen, die hier nicht nur zum Gren­zschutz einge­set­zt wur­den, son­dern gle­ichzeit­ig noch das Fotografierver­bot der Gren­zan­la­gen zu überwachen hat­ten. Da es in der DDR streng ver­boten war, die Gren­zschutzan­la­gen zu fotografieren, weil man sich damit der Repub­lik­flucht bzw. deren Pla­nung verdächtigt machte, existieren nicht viele Fotos vom Bran­den­burg­er Tor aus dieser Per­spek­tive von vor 1989. „Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11. (TEIL 4) – ein Zeitzeu­gen­bericht“ weiterlesen

Das Wandalbertgebäude erzählt Geschichten – eine Zeitzeugin berichtet

Erstes 10. Schul­jahr Hauptschule Prüm 1974/75. Win­fried Euen, Lehrer der Hauptschule Prüm, war Klassen­lehrer. Find­et ihr unsere Inter­view­part­ner­in Frau Nick­els auf dem Foto?

Näch­stes Jahr soll es soweit sein. Wir ziehen als Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm in das Wan­dal­bert­ge­bäude um. Derzeit wird es mod­ernisiert, ren­oviert und mit hof­fentlich fähigem W‑Lan aus­ges­tat­tet. Über den Bau­fortschritt hal­ten wir euch in diesem Artikel, der immer wieder aktu­al­isiert wird, auf dem neusten Stand:
http://igel.klrplus.de/unser-neues-schulgebaeude-ist-in-der-mache-fotos-und-hintergrundinformationen/

Auf diesen Artikel ist Anne­mie Nick­els aus Prüm aufmerk­sam gewor­den. Sie war selb­st Schü­lerin der ehe­ma­li­gen Wan­dal­berthauptschule, die in unserem zukün­fti­gen Gebäude unterge­bracht war. Wir haben uns für euch mit Frau Anne­mie Nick­els getrof­fen. Sie hat uns einige Geschicht­en von dem alten Hauptschul­ge­bäude erzählt. Diese stam­men aus dem Jahr 1974. Wir haben uns in einem Inter­view mit ihr unter­hal­ten, sie hat uns erzählt, wie ihre Schulzeit war. Zusam­men sahen wir uns noch ein paar alte Bilder aus der Schulzeit von Frau Nick­els an.

Das erste Klassen­tr­e­f­fen fand 1995 statt. Es fol­gten weit­ere 2005, 2012 und 2015.

Außer­dem hat sie uns einige Ereignisse aus ihrer Schulzeit erzählt: „Das Wan­dal­bert­ge­bäude erzählt Geschicht­en – eine Zeitzeu­g­in berichtet“ weiterlesen

Alkohol im Straßenverkehr – Soll die 0,0‑Promille-Grenze ausnahmslos für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer gelten?

Foto in den Tagen vor dem Mauer­fall an einem Gren­züber­gang nach Ost-Berlin aufgenommen

Nach der aktuellen Geset­zes­lage gilt ein absolutes Alko­holver­bot nur für Fahran­fänger in der Probezeit und Per­so­n­en bis zum 21. Geburtstag.
Wer trotz­dem unter Alko­hole­in­fluss fährt, dem drohen:

  • 250 Euro Bußgeld
  • 1 Punkt im Fahreig­nungsreg­is­ter in Flensburg -
  • Pflicht­teil­nahme an einem Aufbauseminar
  • Ver­längerung der Probezeit auf 4 Jahre

Im Vor­stand der Kreisverkehr­swacht Bit­burg-Prüm e. V., in dem ich seit vie­len Jahren ehre­namtlich tätig bin, wird das o. g. The­ma bzw. die damit im Zusam­men­hang ste­hen­den Präven­tion­s­maß­nah­men bei der Veröf­fentlichung der Jahre­sun­fall­sta­tis­tik immer wieder auf die Tage­sor­d­nung gesetzt.
Laut dem Verkehr­swacht Medi­en Ser­vice wer­den die fol­gen­den Pro- und Con­tra-Argu­mente zum The­ma 0,0‑Promille-Grenze nur für Fahran­fänger in der Probezeit und Per­so­n­en bis zum 21. Geburt­stag immer wieder ins Feld geführt: „Alko­hol im Straßen­verkehr – Soll die 0,0‑Promille-Grenze aus­nahm­s­los für alle motorisierten Verkehrsteil­nehmer gel­ten?“ weiterlesen

Erinnerungen an die Novembertage 1989 bis zum Mauerfall am 09.11. (TEIL 3) – ein Zeitzeugenbericht

Die bei­den fol­gen­den IGEL-Artikel vom 17.11.2019 und vom 7.9.2021 wer­den offen­bar gerne gele­sen und regen bei unseren Lesern weit­er­hin zur Abgabe von Kom­mentaren an – danke dafür:

http://igel.klrplus.de/erinnerungen-an-die-novembertage-1989-bis-zum-mauerfall-am-09–11-teil‑2/

Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11.

Deshalb fol­gt heute Teil 3 unser­er Zeitzeu­gen-Serie: Unser Zeitzeuge Thomas Laux­en berichtet:

Bei dieser Auf­nahme Anfang Novem­ber 1989 vom West­ber­lin­er Stadt­teil Zehlen­dorf aus han­delt es sich um die Kne­se­beck­brücke, die damals Berlin-Zehlen­dorf (West-Berlin) mit Tel­tow (ein­er Kle­in­stadt am süd­west­lichen Stad­trand vom dama­li­gen Ost-Berlin) verbinden sollte. Die Brücke über­quert den Tel­towkanal, wurde bere­its im Jahr 1952 von der DDR aus ges­per­rt und zählte damals nicht ger­ade zu den touris­tis­chen High-Lights, die West-Berlin zu bieten hat­te. Trotz­dem oder ger­ade deshalb fuhr mein dama­liger Kol­lege und West­ber­lin­er Pri­vat­guide mit mir extra nach Berlin-Zehlen­dorf, um mich mit dieser ver­ram­melten Stahlkon­struk­tion sowohl optisch als auch emo­tion­al zu kon­fron­tieren. „Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11. (TEIL 3) – ein Zeitzeu­gen­bericht“ weiterlesen

Erinnerungen an die Novembertage 1989 bis zum Mauerfall am 09.11. (TEIL 2) – ein Zeitzeugenbericht

Skulp­tur „Auf­bauhelfer” von Fritz Cre­mer vor dem Roten Rathaus

Der fol­gende IGEL-Artikel vom 17.11.2019 hallt bei unseren Lesern offen­sichtlich immer noch nach und regt zur Abgabe von Kom­mentaren an:

Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11.

Deshalb hat sich unser Zeitzeuge Thomas Laux­en bere­it erk­lärt, dem IGEL einen inter­es­san­ten und exk­lu­siv­en Nach­schlag zum The­ma „Mauer­fall” zu liefern. Er berichtet:

Bei dem Foto han­delt es sich um die Skulp­tur „Auf­bauhelfer” von Fritz Cre­mer vor dem Roten Rathaus. Dieses Foto habe ich am 04.11.1989 unmit­tel­bar nach Beendi­gung der bere­its ange­sproch­enen, nicht staatlich organ­isierten Großdemon­stra­tion am Alexan­der­platz aufgenom­men. Auf dem Schild ste­ht fol­gen­der Wort­laut: „Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11. (TEIL 2) – ein Zeitzeu­gen­bericht“ weiterlesen

75 Jahre Kriegsende – ein Zeitzeugenbericht

Hel­mut (heute 89 Jahre) mit sein­er Frau Christa

Es ist das Jahr 1945. Deutsch­land liegt in Schutt und Asche, 6,3 Mil­lio­nen Tote.  Der Zweite Weltkrieg ist been­det. Ein­er­seits Erle­ichterung. Aber die meis­ten Men­schen ste­hen vor dem Nichts. Im Novem­ber vor genau 75 Jahren began­nen die Nürn­berg­er Prozesse, um die Ver­ant­wortlichen zur Rechen­schaft zu ziehen.

Aus aktuellem Anlass veröf­fentlichen wir die Erin­nerun­gen eines Zeitzeu­gen an die let­zten Kriegs­jahre. Zudem grat­ulieren wir ganz her­zlich: Unser Zeitzeuge feierte näm­lich vor Kurzem seinen 89. Geburtstag.

Auf zur Zeitreise: „75 Jahre Kriegsende – ein Zeitzeu­gen­bericht“ weiterlesen

Verschleppt und gefangen auf der Krim – Frau Krebs erzählt von ihrem Großvater

Ver­schleppt und gefan­gen auf der Krim

In diesem Artikel möchte ich Euch meinen Groß­vater Paul Reusch vorstellen, der trotz viel­er Tief­punk­te und unschön­er Erfahrun­gen immer wieder nach vorne geblickt hat und unglaublich lebens­froh war. Er starb am 01.01. 2015. Seine pos­i­tive Leben­se­in­stel­lung hat mir selb­st durch die ein oder andere Krise geholfen.

Paul und seine geliebten Pferde
Paul und seine geliebten Pferde

Mein Opa, Paul Reusch, wurde am 16. April 1922 in Bleialf geboren. Nach sein­er Schulzeit wurde er zunächst ein­mal Milchkon­trolleur. Es zog ihn hin­aus nach Kleve, um sein Handw­erk zu ler­nen. Schon nach einem hal­ben Jahr dort durfte er die großen und reichen Höfe in Tri­er kon­trol­lieren. „Ver­schleppt und gefan­gen auf der Krim – Frau Krebs erzählt von ihrem Groß­vater“ weiterlesen

Gedenkstätte Hinzert – Pilotprojekt gegen das Vergessen

Hinz­ert sollte 1939 bis heute ohne eigenes Ver­schulden zum bekan­ntesten Dorf des Hochwalds wer­den. Das SS-Son­der­lager/KZ Hinz­ert bestand von 1939 bis 1945. Es wurde ursprünglich als Polizei­haft­lager, dann als „Arbeit­serziehungslager“ errichtet. Während des Zweit­en Weltkrieges entwick­elte es sich zu einem Konzen­tra­tionslager. Ins­ge­samt mussten in den sechs Jahren des Beste­hens um die 10.000 Män­ner im Lager unter dem Ter­ror der SS lei­den. Im SS-Son­der­lager/KZ Hinz­ert sind einzelne Gefan­gene oder Grup­pen von Gefan­genen gezielt erschossen oder mit tödlichen Injek­tio­nen ermordet wor­den. Viele andere Häftlinge kamen durch bru­tal­ste Mis­shand­lun­gen um. „Gedenkstätte Hinz­ert – Pilot­pro­jekt gegen das Vergessen“ weiterlesen

Erinnerungen an die Novembertage 1989 bis zum Mauerfall am 09.11.

Vom 29.10. bis 10.11.1989 hat­te ich das aus heutiger Sicht his­torische Glück ein Betrieb­sprak­tikum in der Lan­des­geschäftsstelle Berlin der Debe­ka-Kranken­ver­sicherung absolvieren zu dürfen.

Weit­er­hin hat­te ich das große Priv­i­leg, dass ich im Rah­men dieses Prak­tikums dem gle­ichal­tri­gen Sohn des dama­li­gen Bezirks­di­rek­tors zuge­ord­net wurde, der daraufhin seinen Vater fragte, was er mit mir anstellen solle, worauf der Vater in Ken­nt­nis der poli­tis­chen Entwick­lun­gen der voraus­ge­gan­genen Wochen und in weis­er Voraus­sicht der fol­gen­den Ereignisse seinem Sohn mit Augen­zwinkern den Auf­trag erteilte, mir die Stadt zu zeigen. 

Als Nach­weis, dass ich mich damals tat­säch­lich auch in Ost­ber­lin aufge­hal­ten habe, bin ich Anfang Novem­ber 1989 mit 24 Jahren auf dem Foto vor dem „Alten Muse­um” am Lust­garten beim Berlin­er Dom zu sehen. 
„Erin­nerun­gen an die Novem­bertage 1989 bis zum Mauer­fall am 09.11.“ weiterlesen

Erinnerungen meiner Oma aus der DDR-Zeit

Hal­lo, liebe IGEL-Leser*in, hier schreibt Lau­ra, Eure Schülerprecherin. 😉


In Musik sin­gen und behan­deln wir zurzeit poli­tis­che Lieder. Wir began­nen das The­ma mit „Wind of Change” (Scor­pi­ons) und „Leningrad” (Bil­ly Joel) an, Songs, die in der Zeit des Kalten Krieges bzw. dessen Ende ent­standen und die poli­tis­che Sit­u­a­tion von vor gut 30 Jahren darstellen. Bei­de Lieder spiegeln die Sit­u­a­tion sowohl his­torisch als auch emo­tion­al. Das brachte mich auf die Idee, meine Oma, die in der DDR lebte, über ihr Leben in der DDR zu befra­gen und mir von ihrem ganz per­sön­lichen Erleben des Mauer­falls am 09.11..1989 erzählen zu lassen. 

Hier kommt ihr Bericht:

Omas ganz­er Stolz – ihr Trabi
„Erin­nerun­gen mein­er Oma aus der DDR-Zeit“ weiterlesen

Gefangenschaft in Avignon 1918

Willy Steck­er als 18jähriger „frisch geback­en­er” Sol­dat in ein­fach­er Uniform

Liebe IGEL-Leser*innen, hier kommt bere­its der zweite Zeitzeu­gen­bericht aus der Fam­i­lie unser­er Musik- und DS-Lehrerin Frau Steck­er, dies­mal ist es ein Feld­post­brief ihres Groß­vaters Willy aus Frankre­ich bei Avi­gnon, den sie lei­der nie ken­nen­lernte, da er ein paar Wochen vor ihrer Geburt 1968 ver­starb. Bei­de Weltkriege aber über­lebte er zum Glück.

Feld­post Nr. 16743 von Willy Steck­er
an seine Eltern,
Horn in Lippe,
Nord­straße 7,
Frankre­ich, den 15. Sep­tem­ber 1918

Liebe Eltern!
Ich bin gesund und munter, welch­es ich auch von Euch hoffe.
In zwei Tagen wird es nun schon ein Jahr, dass ich Sol­dat bin,
wie die Zeit doch so schnell vergeht.

„Gefan­gen­schaft in Avi­gnon 1918“ weiterlesen

Meine Kindheit im kommunistischen Georgien

1974, Dorf Jin­vali (Georgien)

Pir­imze Dressler – Stimme aus der Ver­gan­gen­heit
Dieser Bericht stammt von unser­er DaZ-Lehrerin Frau Pir­imze Dressler, die in der sow­jetis­chen Kauka­sus­re­pub­lik Georgien im kom­mu­nis­tis­chen Sys­tem groß wurde. Sie wuchs unter so völ­lig anderen poli­tis­chen Bedin­gun­gen auf, wie Ihr es Euch vielle­icht gar nicht vorstellen kön­nt. Darum ist dieser Bericht für Euch. Begriffe wie Frei­heit, freie Ent­fal­tung der Per­sön­lichkeit erhal­ten so eine ganz andere Bedeu­tung und sind für Frau Dressler nicht selb­stver­ständlich. Das sollte uns lehren, weit­er für diese Werte einzustehen.

„Meine Kind­heit im kom­mu­nis­tis­chen Georgien“ weiterlesen

50 Jahre nach der ersten Mondlandung

Am 20. Juli dieses Jahres ste­ht ein beson­deres Jubiläum an. An diesem Datum betrat der erste Men­sch den Mond. Die Rede ist natür­lich von Neil Arm­strong, der durch die erste Mond­lan­dung berühmt wurde. Auch ken­nt jed­er seinen berühmten Spruch, als er die Mon­dober­fläche betrat: „Das ist ein klein­er Schritt für einen Men­schen, aber ein großer für die Menschheit.“ 

„50 Jahre nach der ersten Mond­lan­dung“ weiterlesen