Gefangenschaft in Avignon 1918

Willy Stecker als 18jähriger „frisch gebackener“ Soldat in einfacher Uniform

Liebe IGEL-Leser*innen, hier kommt bereits der zweite Zeitzeugenbericht aus der Familie unserer Musik- und DS-Lehrerin Frau Stecker, diesmal ist es ein Feldpostbrief ihres Großvaters Willy aus Frankreich bei Avignon, den sie leider nie kennenlernte, da er ein paar Wochen vor ihrer Geburt 1968 verstarb. Beide Weltkriege aber überlebte er zum Glück.

Feldpost Nr. 16743 von Willy Stecker
an seine Eltern,
Horn in Lippe,
Nordstraße 7,
Frankreich, den 15. September 1918

Liebe Eltern!
Ich bin gesund und munter, welches ich auch von Euch hoffe.
In zwei Tagen wird es nun schon ein Jahr, dass ich Soldat bin,
wie die Zeit doch so schnell vergeht.

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Meine Kindheit im kommunistischen Georgien

1974, Dorf Jinvali (Georgien)

Pirimze Dressler – Stimme aus der Vergangenheit
Dieser Bericht stammt von unserer DaZ-Lehrerin Frau Pirimze Dressler, die in der sowjetischen Kaukasusrepublik Georgien im kommunistischen System groß wurde. Sie wuchs unter so völlig anderen politischen Bedingungen auf, wie Ihr es Euch vielleicht gar nicht vorstellen könnt. Darum ist dieser Bericht für Euch. Begriffe wie Freiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit erhalten so eine ganz andere Bedeutung und sind für Frau Dressler nicht selbstverständlich. Das sollte uns lehren, weiter für diese Werte einzustehen.

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50 Jahre nach der ersten Mondlandung

Am 20. Juli dieses Jahres steht ein besonderes Jubiläum an. An diesem Datum betrat der erste Mensch den Mond. Die Rede ist natürlich von Neil Armstrong, der durch die erste Mondlandung berühmt wurde. Auch kennt jeder seinen berühmten Spruch, als er die Mondoberfläche betrat: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit.“

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Wie ich das Kriegsende 1945 in Horn erlebte

Frau Stecker hatte die Idee, den IGEL um eine Zeitzeugen-Rubrik zu erweitern. Sie berichtete selbst über die Stolperstein-Verlegung vor ihrem Nachbarhaus im November 2016. „Fragt doch mal Eure Eltern oder Großeltern, wo sie am Tag 9-11 waren, wie sie den Fall der Mauer 1989 erlebt haben oder lasst sie von anderen Geschichten berichten, die sich im Nachhinein als geschichtsträchtig in die Historie eingebrannt haben.“
Sie selbst brachte gleich drei Zeitzeugnisse mit: der hier abgedruckte Bericht ihres Vaters Helmut Stecker, heute 87 Jahre alt, einen bald folgenden Feldpostbrief ihres Opas aus dem ersten Weltkrieg und den Entlassschein ihres Urgroßvaters aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 mit einem sehr interessanten überlieferten Familiengeheimnis (Veröffentlichung folgt).

Helmut Stecker (damals 13 Jahre) berichtet:

Zirka drei Wochen, bevor die Amerikaner Horn einnahmen, mussten sich alle Jungen, die 15 Jahre alt waren, melden. Sie sollten von Soldaten in Fußmärschen hinter die Weser geführt werden, um nicht den Amerikanern in die Hände zu fallen. Unser Lehrling Wilfried Schlüter und andere verschwanden im Wald vor Barntrup und schlichen sich abseits der Straßen wieder nach Hause und versteckten sich.

Helmut Stecker 1943 in Uniform der Hitler-Jugend vor dem elterlichen Laden (Polsterei und Sattlerei) im Spielmannszug der HJ
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