Gedenken an die Katastrophe am Kalvarienberg

Gedenk­feier in der Sankt Sal­va­tor Basi­li­ka Prüm

Am Mittwoch, 28.08.2019 nah­men die drei Abschlussklassen der Kaiser-Lothar-Realschule plus Prüm an ein­er gemein­samen Gedenk­feier aller Prümer Schulen zur Explo­sion­skatas­tro­phe teil. Eben­so als Gäste geladen waren ver­schiedene Klassen des Regi­no-Gym­na­si­ums, des Vinzenz-von-Paul Gym­na­si­ums Nieder­prüm, der Berufs­bilden­den Schule sowie der Bertra­da-Grund­schule und der Astrid-Lind­gren-Schule gemein­sam mit ihren Lehrkräften.

Arnold Gierten, Schulleit­er der Bertra­da-Grund­schule, begrüßt die Gäste.

Es wurde an das Geschehen und die Auswirkun­gen der Explo­sion des Muni­tion­slagers am Kalvarien­berg vor 70 Jahren gedacht, bei der zwölf Per­so­n­en ums Leben kamen und beina­he ganz Prüm durch das anschließend aus­brechende Feuer zer­stört wurde.

Zeitzeu­g­in Frau Moni­ka Rolef berichtet.

Zu Beginn der Gedenk­feier gab es einen kurzen Rück­blick auf die Geschichte. Nach dem zweit­en Weltkrieg lagerte die franzö­sis­che Armee 500 Ton­nen Sprengstoff in dem großen Bunker am Kalvarien­berg. Aus bish­er ungek­lärter Ursache brach am 15.Juli 1949 im Muni­tion­slager ein Feuer aus. Um 19:00 Uhr ertönte die Glocke der Kapelle zum Feuer­alarm. Die Prümer Bevölkerung wurde evakuiert. Um 20:22 Uhr erschüt­terte eine gewaltige Det­o­na­tion die Stadt.

Drei Zeitzeu­gen schilderten uns ein­drucksvoll, wie sich ihr Leben durch die Katas­tro­phe verän­derte. Sie sprachen von ihrer Angst, der Flucht zu Ver­wandten und der Unter­bringung in Kinder- und Jugend­heimen bis zum Wieder­auf­bau der Stadt. Die Katas­tro­phe hat ihr Leben geprägt und bleibt ihnen unvergessen. Damit auch nach­fol­gende Gen­er­a­tio­nen die Explo­sion­skatas­tro­phe nicht vergessen soll, wurde am Kalvarien­berg ein Gedenkkreuz ein­gerichtet.

Pater Nor­bert Tix erzählt, wie das Unglück geschah.

Mein Faz­it nach den wirk­lich anrühren­den Rede­beiträ­gen ist, dass wir wirk­lich dankbar sein kön­nen, in guten Zeit­en aufzuwach­sen und ohne Angst leben zu kön­nen und dass wir uns dieser Ver­ant­wor­tung bewusst sein soll­ten, das friedliche Miteinan­der zu erhal­ten.

Auch Diakon Horst Klein macht Gedenkkul­tur lebendig.

Text Celine Willems, 10a
Die Fotos wur­den uns fre­undlicher­weise von Mar­tin Leinewe­ber, Regi­no-Gym­na­si­um Prüm, zur Ver­fü­gung gestellt, her­zlichen Dank!

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